Vespa Velutina: Austausch mit Imkerverbänden und Fachleuten

19.11.2025

 

 

Vespa velutina im Fokus: Austausch mit Imkerverbänden und Fachleuten

Bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der bayerischen Imkerverbände in München stand am 17. November die zunehmende Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) im Mittelpunkt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Wissenschaft und Praxis berichteten über die aktuelle Lage, Forschungsergebnisse und notwendige Maßnahmen – ein Thema, das auch für den Landkreis Eichstätt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die Asiatische Hornisse breitet sich in mehreren europäischen Ländern rasant aus. Fachleute schilderten, dass ein einziges Nest bis zu 6.000 Tiere hervorbringen und jährlich rund 11 Kilogramm Insekten vertilgen kann. Das bedroht nicht nur die heimische Artenvielfalt, sondern auch die Bienenhaltung und den Obstbau. In einigen Nachbarländern haben sich die Nestzahlen innerhalb eines Jahres verzwanzigfacht.

Besonders eindrücklich berichteten Vertreter des Badischen Imkerverbands von der Situation in Baden-Württemberg, wo in diesem Jahr bereits über 2.400 Nester registriert wurden. Die Referenten machten deutlich: Nur frühzeitige Erkennung und professionelle Nestentfernung können ein unkontrolliertes Ausbreiten verhindern. Dazu braucht es klare Zuständigkeiten, gut geschulte Fachberater und eine funktionierende digitale Meldeplattform.

Bayern hat inzwischen einen eigenen Aktionsplan Vespa velutina, der unter anderem Schulungen, eine zentrale Koordinationsstelle und neue technische Ansätze vorsieht. An der Verbesserung der Meldesysteme und an der Unterstützung der Landkreise wird derzeit intensiv gearbeitet.

„Wir müssen die Entwicklung sehr ernst nehmen und konsequent an Prävention und schneller Bekämpfung arbeiten, bevor uns die Fälle überrollen“, betont Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel. Besonders wichtig sei, dass die Nestentfernung nicht an den Imkervereinen hängenbleibt, sondern als staatliche Aufgabe verlässlich organisiert und finanziert wird.

Auch im Landkreis Eichstätt gab es in diesem Jahr bereits eine erste Sichtung – ein Grund mehr, aufmerksam zu bleiben und die Strukturen frühzeitig zu stärken.

Tanja Schorer-Dremel dankt den Imkerverbänden und Fachleuten ausdrücklich für ihre engagierte Arbeit und den offenen Austausch.